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Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft hat ihr moderates Wachstum im Jahr 2014 fortgesetzt. Der Zuwachs des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag bei 3,3 Prozent nach 3,3 Prozent im Jahr 2013. Wachstumstreiber war die robuste konjunkturelle Entwicklung in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften, insbesondere in den USA und in Großbritannien. Die Wirtschaft in den Schwellenländern expandierte zuletzt wieder etwas schneller, die konjunkturelle Grundtendenz ist aber nach wie vor gedämpft.

Im Euroraum schwächte sich die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf leicht ab. Dies ist in erster Linie auf ein verhaltenes Wachstum bei Investitionen und Ausfuhren zurückzuführen. Das reale BIP stieg nach Berechnungen des Statistischen Amts der Europäischen Union im Jahr 2014 um 0,9 Prozent nach einem Rückgang um 0,5 Prozent im Jahr 2013.

Nach einem starken Jahresauftakt stagnierte die konjunkturelle Lage in Deutschland im Sommerhalbjahr und stabilisierte sich zum Jahresende angesichts einer starken Binnennachfrage. Das reale BIP stieg dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2014 um 1,6 Prozent nach 0,1 Prozent im Jahr 2013. Die französische Wirtschaft war geprägt von einer Stagnation im ersten Halbjahr 2014. Insgesamt lag das reale BIP-Wachstum bei 0,4 Prozent im Jahr 2014 nach 0,3 Prozent im Jahr 2013.

In Großbritannien setzte sich die robuste Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2014 fort. Das reale BIP wuchs um 2,6 Prozent nach einem Wachstum im Vorjahr von 1,7 Prozent.

In den USA hat sich die konjunkturelle Erholung in den vergangenen Monaten gefestigt. Gemäß dem U.S. Bureau of Economic Analysis stieg das reale BIP in den USA im Jahr 2014 um 2,4 Prozent nach 2,2 Prozent im Jahr 2013.

Entwicklung relevanter Märkte

Die nachfolgende Analyse fokussiert Märkte und Regionen, die eine hinreichende Größe aufweisen, deren Entwicklung angemessen aggregierbar ist und die aus Konzernsicht über eine strategische Bedeutung verfügen.

Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im Jahr 2014 überwiegend positiv. Der deutsche TV-Werbemarkt verzeichnete ein moderates Wachstum, während der Markt in den Niederlanden leicht zulegte und der französische TV-Werbemarkt stabil blieb.

Die TV-Werbemärkte in Süd- und Osteuropa verzeichneten ein moderates bis starkes Wachstum, der belgische TV-Werbemarkt war dagegen rückläufig.

Insgesamt erwiesen sich die englisch- und deutschsprachigen Buchmärkte 2014 als weitgehend stabil. Der Buchmarkt in den USA wuchs leicht, insbesondere dank einer starken Entwicklung im Kinder- und Jugendbuchsegment. In Spanien wirkte sich das anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld negativ auf den Buchmarkt aus. Das weltweite E-Book-Wachstum setzte sich fort, wobei Deutschland ein deutliches Wachstum verzeichnete, während sich das Wachstum in den USA und in Großbritannien abschwächte.

Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren 2014 geprägt durch deutlich rückläufige Anzeigen- und moderat rückläufige Vertriebsmärkte.

Aufgrund des anhaltenden Trends zum Outsourcing profitierten die Dienstleistungsmärkte für Customer Relationship Management, Supply Chain Management, Financial Solutions, IT Solutions und Digital Marketing von einer sehr positiven Marktentwicklung. Dagegen gingen die Speichermedienmärkte aufgrund der zunehmenden Bedeutung digitaler Verbreitungsformen weltweit deutlich zurück.

Die europäischen Druckmärkte für Zeitschriften, Kataloge und Werbemittel entwickelten sich 2014 weiterhin rückläufig und waren von einem anhaltenden Preis- und Volumendruck geprägt. Der Druckmarkt für Bücher in Nordamerika blieb stabil. Die weltweiten Musikverlagsmärkte wiesen ein leichtes Wachstum auf, während die Tonträgermärkte sich leicht rückläufig entwickelten.

Die US-amerikanischen Bildungsmärkte sind 2014 erwartungsgemäß stark gewachsen, insbesondere in den Segmenten E-Learning, Health & Human Sciences und Bildungsdienstleistungen.