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Für die Weltwirtschaft wird im Jahr 2015 mit einem Wachstum auf Vorjahresniveau gerechnet. Unterstützend wirken die insgesamt expansive Geldpolitik sowie die stark gesunkenen Energiepreise. In den Schwellenländern dürfte sich das Wachstum im Durchschnitt erneut etwas abschwächen. Die Konjunktureinschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) zur weltwirtschaftlichen Entwicklung liegen mit 3,4 Prozent für das Jahr 2015 leicht unter den bisherigen Erwartungen.

Für den Euroraum wird mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung gerechnet. Das IfW erwartet ein Wachstum des realen BIP von 1,5 Prozent für das Jahr 2015. Das Wachstumstempo in Deutschland wird nach Ansicht des IfW anhalten und das reale BIP 2015 um 1,8 Prozent zulegen. Für Frankreich wird mit einem Wachstum des realen BIP von 1,1 Prozent im Jahr 2015 gerechnet. Die reale Wachstumsrate in Großbritannien soll nach Einschätzung des IfW bei 2,5 Prozent liegen. Für die USA werden nach einem schwachen ersten Quartal die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung herabgestuft. Das IfW rechnet im Jahr 2015 mit einem geringeren Anstieg des realen BIP von 2,2 Prozent.

Die vorliegenden Einschätzungen unterliegen nach wie vor einem hohen Ausmaß an Unsicherheit, da die wirtschaftlichen Entwicklungen nur unzureichend prognostizierbar sind. Es bestehen nach wie vor Risiken für die weltweite Konjunktur. Geopolitische Krisen, Staatsdefizite oder Währungsturbulenzen könnten die Wirtschaftsentwicklung beeinträchtigen. Zusätzlich sorgt eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten für Unsicherheit. Die hieraus resultierenden Entwicklungen könnten sich negativ auf die Konjunkturlage auswirken, die ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann ist.

Angesichts des Geschäftsverlaufs im Berichtszeitraum sowie deutlich positiverer Währungsverhältnisse zum 30. Juni 2015 insbesondere im US-Buchverlagsgeschäft wird der Konzernausblick für 2015 angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Bertelsmann nunmehr mit einem leichten Anstieg des Konzernumsatzes sowie mit einem moderaten Anstieg des Operating EBITDA (Prognoseangaben aus dem zusammengefassten Lagebericht 2014: stabiler Umsatz/leichter Anstieg des Operating EBITDA). Aufgrund der ganzjährigen Einbeziehung der getätigten Akquisitionen geht Bertelsmann für das Geschäftsjahr 2015 von einem erneuten Anstieg des investierten Kapitals aus. Kompensierende Effekte aus den Ergebnisbeiträgen werden aufgrund des Wachstumsprofils der akquirierten Geschäfte erst zeitversetzt erwartet. Vor diesem Hintergrund wird unverändert mit einem stark abnehmenden BVA gerechnet.

Den Prognosen liegt die gegenwärtige Geschäftsausrichtung des Bertelsmann-Konzerns zugrunde, die im Kapitel „Unternehmensprofil“ dargelegt ist. Generell spiegeln die Prognosen eine Risiko- und Chancenabwägung wider; sie basieren auf der operativen Planung und der mittelfristigen Vorschau für die Unternehmensbereiche. Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen konjunkturellen und geschäftlichen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen und/oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für die Angaben kann daher nicht übernommen werden.