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Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft setzte sich im ersten Halbjahr 2015 fort, verlor jedoch leicht an Dynamik sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern.

Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum festigte sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres und profitierte von weiterhin günstigen Energiepreisen, einer niedrigen Inflation, dem schwächeren Euro sowie den expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank. Gemäß Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum im ersten Quartal 2015 um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, im zweiten Quartal 2015 um 0,3 Prozent.

In Deutschland setzte die Wirtschaft ihren Wachstumskurs fort, wenn auch langsamer als zum Jahresende 2014. Wesentliche Impulse dafür lieferten das günstige Konsumklima und die Bauwirtschaft. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das reale BIP im ersten Quartal 2015 um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, im zweiten Quartal 2015 um 0,4 Prozent.

Die Konjunktur in Frankreich stagnierte nach einem starken Jahresauftakt. Nach Angaben des Statistischen Amts Insee wuchs das reale BIP im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent, im zweiten Quartal 2015 wies die französische Wirtschaft ein Nullwachstum aus. In Großbritannien nahm das robuste Wirtschaftswachstum nach einer leichten Schwäche zu Beginn des Jahres 2015 wieder Fahrt auf. Das reale BIP erhöhte sich um 0,4 Prozent im ersten und um 0,7 Prozent im zweiten Quartal 2015.

In den USA stieg das reale BIP im ersten Quartal 2015 wegen eines strengen Winters mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von lediglich 0,6 Prozent. Für das zweite Quartal ist nach Angaben des Bureau of Economics mit einer deutlich positiveren laufenden Jahresrate von 2,3 Prozent zu rechnen.

Die bisherigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen liegen insgesamt im Rahmen der im zusammengefassten Lagebericht 2014 erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.

Entwicklung relevanter Märkte

Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2015 uneinheitlich. Die TV-Werbemärkte verzeichneten in Deutschland ein moderates und in Frankreich ein leichtes Wachstum. Der spanische TV-Werbemarkt legte stark zu. Während sich die Märkte in Kroatien, Belgien und Ungarn überwiegend stabil bis leicht rückläufig entwickelten, ging der TV-Werbemarkt in den Niederlanden deutlich zurück.

Die physischen Buchmärkte wuchsen in Großbritannien moderat. In den USA und in Spanien entwickelten sie sich stabil bis leicht wachsend. In Deutschland war der physische Buchhandel leicht rückläufig. Der E-Book-Markt legte weltweit weiter zu, jedoch mit verlangsamtem Wachstum.

Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren im Berichtszeitraum durch stark rückläufige Anzeigenmärkte und leicht rückläufige Vertriebsmärkte geprägt.

Die für Arvato relevanten Dienstleistungsmärkte entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2015 moderat bis deutlich wachsend.

Die europäischen Druckmärkte für Zeitschriften, Kataloge und Werbemittel waren weiterhin rückläufig und von einem anhaltenden Preis- und Volumendruck geprägt.

Die weltweiten Musikverlagsmärkte wiesen ein leichtes Wachstum auf, während sich die Tonträgermärkte stabilisierten.

Die US-amerikanischen Bildungsmärkte sind in den für Bertelsmann relevanten Segmenten im ersten Halbjahr 2015 stark gewachsen.

Die bisherigen Entwicklungen der relevanten Märkte liegen im Wesentlichen im Rahmen der im zusammengefassten Lagebericht 2014 erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.