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Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2015 mit 8.040 Mio. € um 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert (H1 2014: 7.846 Mio. €). Bereinigt um Wechselkurseffekte von 4,9 Prozent sowie Portfolio- und sonstige Effekte von -1,9 Prozent ergab sich ein organischer Umsatzrückgang von -0,5 Prozent.

Der Umsatz der RTL Group legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zu. Hauptgründe hierfür waren gute Geschäfte bei der Mediengruppe RTL Deutschland, der Ausbau der Digitalaktivitäten sowie positive Währungseffekte. Penguin Random House erzielte währungsbedingt einen deutlichen Umsatzanstieg.

Bei Gruner + Jahr verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum vor allem durch den Verkauf des US-Druckgeschäfts im Mai 2014. Ein weiterer Rückgang des Anzeigengeschäfts konnte nur teilweise durch steigende Umsatzerlöse im Digitalbereich kompensiert werden. Arvato erzielte gegenüber dem Vorjahreszeitraum höhere Umsätze in den Geschäftseinheiten Customer Relationship Management, Financial Solutions und IT Solutions. Die Umsatzentwicklung bei Be Printers war geprägt von dem Rückgang der Druckgeschäfte, insbesondere im Tiefdruck, sowie dem Verkauf der italienischen, spanischen und südamerikanischen Druckgeschäfte. Der Umsatz der Corporate Investments lag wesentlich über dem Vorjahreszeitraum. Während die Bereiche Bildung und Musik durch Akquisitionen signifikante Umsatzzuwächse verzeichneten, wurde der Rückbau der Club- und Direktmarketinggeschäfte fortgesetzt.

In der geografischen Umsatzverteilung ergaben sich aufgrund der fortgesetzten strategischen Transformation und der Euroschwäche Veränderungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatzanteil in Deutschland betrug 34,0 Prozent im Vergleich zu 35,2 Prozent im ersten Halbjahr 2014. Auf die Geschäfte in Frankreich entfiel ein Umsatzanteil von 14,0 Prozent (H1 2014: 15,2 Prozent). In Großbritannien belief sich der Umsatzanteil auf 5,9 Prozent (H1 2014: 5,7 Prozent), während die übrigen europäischen Länder einen geringeren Umsatzanteil von 17,8 Prozent (H1 2014: 18,8 Prozent) erreichten. Der Anteil der USA am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 21,5 Prozent (H1 2014: 18,9 Prozent), die sonstigen Länder erwirtschafteten einen Anteil von 6,8 Prozent (H1 2014: 6,2 Prozent). Damit ist der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz von 64,8 Prozent im ersten Halbjahr 2014 auf 66,0 Prozent leicht gestiegen. Das Verhältnis der vier Erlösquellen (Produkte und Waren, Werbung und Anzeigen, Dienstleistungen, Rechte und Lizenzen) zueinander blieb im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 weitgehend unverändert.

Operating EBITDA

Im Berichtszeitraum erzielte Bertelsmann ein Operating EBITDA in Höhe von 1.063 Mio. € (H1 2014: 1.018 Mio. €). Die EBITDA-Marge lag mit 13,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 13,0 Prozent.

Das operative Ergebnis der RTL Group verbesserte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014. Die Erhöhung ist vor allem auf die positive Entwicklung der Mediengruppe RTL Deutschland zurückzuführen. Auch Penguin Random House verzeichnete einen Anstieg des Operating EBITDA. Maßgeblich hierfür waren die währungsbedingt höheren Ergebnisbeiträge der Buchverlagsgeschäfte in den USA und Großbritannien. Das Operating EBITDA von Gruner + Jahr lag angesichts geringerer Umsätze im deutschen und internationalen Anzeigengeschäft unter Vorjahr. Das operative Ergebnis von Arvato erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rückläufige Volumina und Preisdruck führten bei Be Printers zu einem Ergebnisrückgang. Das deutlich gestiegene Operating EBITDA der Corporate Investments reflektiert vor allem die positive Entwicklung im Musikgeschäft sowie einen höheren Ergebnisbeitrag der Beteiligungsfonds und des Bildungsgeschäfts.

Sondereinflüsse

Die Sondereinflüsse beliefen sich insgesamt auf -101 Mio. € nach -172 Mio. € in der Vergleichsperiode. Sie setzten sich zusammen aus Wertaufholungen und Wertminderungen in einer Gesamthöhe von -5 Mio. € (H1 2014: -98 Mio. €), Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert von 5 Mio. € (H1 2014: 2 Mio. €), Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen von 17 Mio. € (H1 2014: 6 Mio. €), Restrukturierungsaufwendungen und weiteren Sondereinflüssen in Höhe von insgesamt -118 Mio. € (H1 2014: -82 Mio. €).

EBIT

Ausgehend vom Operating EBITDA ergab sich nach Einbeziehung der Sondereinflüsse in Höhe von -101 Mio. € (H1 2014: -172 Mio. €) sowie der nicht in den Sondereinflüssen enthaltenen Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von -1 Mio. € (H1 2014: -100 Mio. €) im Berichtszeitraum ein EBIT von 670 Mio. € (H1 2014: 557 Mio. €).

Konzernergebnis

Das Finanzergebnis belief sich auf -119 Mio. € (H1 2014: -125 Mio. €). Der Steueraufwand lag bei -156 Mio. € nach -178 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der geringere Steueraufwand ist vorwiegend zurückzuführen auf die Erfassung periodenfremder Steuern und Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Bewertung von Verlustvorträgen. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten ergab somit 395 Mio. € (H1 2014: 254 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten lag bei 3 Mio. € (H1 2014: 3 Mio. €). Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 398 Mio. € (H1 2014: 257 Mio. €). Der Anteil der Bertelsmann-Aktionäre am Konzernergebnis lag bei 217 Mio. € (H1 2014: 124 Mio. €). Der Anteil der nicht beherrschenden Anteilseigner am Konzernergebnis betrug 181 Mio. € (H1 2014: 133 Mio. €).